Was ist Yoga?

Yoga ist nicht nur sportliche Betätigung. Nein, Yoga ist eine jahrtausendealte Lebenseinstellung. Yoga ist eine Verbindung zwischen Anstrengung und Bewegung einerseits, und tiefer Entspannung andererseits.

Wer kennt nicht die Bilder verschlungen verknoteter Gliedmaßen halbnackter Yogis? Das zu erreichen, sofern gewollt, erfordert jahrelanges konzentriertes Üben und wohl auch eine gewisse Berufung. Doch auch weniger passionierte Bewegungswillige können sich gefahrlos an diesen immer populärer werdenden Trend heranwagen. Wer sich gern in tänzerisch anmutender Weise bewegen möchte, einen anspruchsvollen körperlichen Ausgleich zum Büroalltag ohne die Muckibude schaffen will, dem sei Yoga wärmstens empfohlen. Ein jeder Yogi wird Erfolge spüren – ganz egal, ob er dick oder dünn ist, alt oder jung, krank oder gesund, Männlein oder Weiblein. Voraussetzung ist ein regelmäßiges Training. Nach einiger Zeit wird man eine neue Beweglichkeit bemerken, geschmeidigere Bewegungen an sich feststellen, eventuell Gelassenheit spüren in Situationen, die ihn früher stinkwütend machten. Der Atem wird sich vertiefen, eventuell schlafen wir plötzlich besser – in jedem Fall ist Yoga gesund und dient unserer körperlichen und geistigen Fitness.

Wer Yoga übt, verbindet körperliche Anstrengung mit bewusster Atmung, speziellen Atemübungen sogar, und tiefer Entspannung. Bei diesem Ganzkörpertraining wird der Gleichgewichtssinn ebenso trainiert, wie die Muskulatur. In heutiger Zeit trainiert man u.a. einige moderne Stile, die sich in unser Alltagsleben integrieren. Yoga ist jedoch kein neuartiger Fitnesstrend, sondern eine 4000 Jahre alte indische Philosophie. Es gibt zahlreiche verschiedene Stilrichtungen. Einige davon orientieren sich an modernen, ähnlichen sportlichen Betätigungen, wie z.B. Pilates. Andere, wie das Marma Yoga oder das Ashtanga Yoga, pflegen traditionelle Bewegungsabläufe. Sogar für spezielle Zielgruppen sind Übungen entwickelt worden, mit z.B. Schwangeren Yoga oder Yoga für Kinder. Auch ganz unkonventionelle Stiel, wie Lach-Yoga sind entstanden.

Regelmäßiges Yogatraining wird, auch ohne zum asketischen Yogi zu werden, zu innerer Ruhe, körperlicher Kräftigung und wohlgeformten Muskeln führen. Gleichzeitig lassen sich nachhaltig gesundheitliche Beschwerden günstig beeinflussen. Bspw. können Rückenprobleme oder auch ein zu hoher Blutdruck mit gezielten Yogaübungen dauerhaft gebessert werden. Voraussetzung dafür ist, man findet aus der Vielzahl der Stilrichtungen und Lehrer den für sich passenden.  Gerade bei gesundheitlichen Einschränkungen sollte man sich vertrauensvoll in die “biegenden” Hände des Yogatrainers begeben können. Je nach Übung und Schwierigkeitsgrad, werden Muskeln und Sehnen zum Teil stark gedehnt. Niemals sollte man über seine Schmerzgrenze gehen. Um Verletzungen zu vermeiden, sollte ein guter Lehrer vor allem bei Ungeübten und Anfängern über korrekt und sanft ausgeführte Bewegungsabläufe wachen. Dabei geht es nicht um die Optik des “verzerrten” Schülers, sondern eine optimale und verletzungsfreie Übung. Dehnen statt Überdehnen, Kräftigen statt Überanstrengen.

Je nach Yogastil reihen sich statische Positionen aneinander, die nach Erreichen über einen Zeitraum gehalten werden oder man führt fließende Choreografien aufeinanderfolgender Asanas (Körperübungen) und Pranayama (Atemübungen) aus. Begleitende Musik oder Hilfsmittel sind ebenso abhängig vom Stil, wie die Art des Übens. In der Gruppe, mit Freunden, mit menschlichen oder elektronischen Wii oder Nintendo-Trainern – alles ist möglich, je nach Geschmack des Übenden. Man sollte sich zuvor klarmachen, wie man üben will und sich über Möglichkeiten in der Umgegend informieren. Nicht jeder, der Interesse am Begriff hat, findet am Ende zum Yoga. Nicht immer passt der exotisch anmutende Bewegungsstil zu unserer westlichen Anschauung. Deshalb – verschiedene ausprobieren – mitunter passt nur der Lehrer nicht zu mir, der Stil im Grunde schon. Für absolute Anfänger empfehlenswert sind Probestunden in Fitness- oder Yogastudios. Auch Vereine oder Volkshochschulen bieten häufig Kurse an. Anleitungen aus Büchern oder DVD´s dienen zwar der Übersicht, sind jedoch für Unerfahrene nicht zu empfehlen – falsche Bewegungen und damit das Verletzungsrisiko ist zu groß. Zudem sind dort die Positionen im “Idealfall” dargestellt – diese kann der Ungeübte zumeist (noch) nicht erreichen und ist frustriert.

Wichtig ist, jeder kann Yoga…nur welches?

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